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Erlebnispädagogik mit einem Hauch Abenteuer

Erlebnispädagogik mit einem Hauch Abenteuer

Übungskurs für Jugendliche im Fallschirmspringen – Viertägiges Trainingscamp in Föhren

Föhren Vier Jugendliche der Einrichtung Don Bosco Helenenberg erlernten in einem komprimierten Kurs das Fallschirmspringen. Für sie war das Trainingscamp mit einem Hauch von Abenteuer verbunden. Es wurde zum dritten Male durchgeführt.

Föhren Vier Jugendliche der Einrichtung Don Bosco Helenenberg erlernten in einem komprimierten Kurs das Fallschirmspringen. Für sie war das Trainingscamp mit einem Hauch von Abenteuer verbunden. Es wurde zum dritten Male durchgeführt.

 (dis) Vier Tage lang lebten die Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten mit wirtschaftlichen und sozialen Defiziten gemeinsam auf dem Flugplatz in Föhren. Das Ziel: Mit dem Projekt sollte zur Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins der Jugendlichen beigetragen werden. In die Gruppe waren zwei weitere junge Männer integriert, die sich ebenfalls für diesen Sport interessierten. Für das Angebot zeichnet der Fallschirmsportclub Trier, Vorsitzender Reimund Thieltges, in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfezentrum auf dem Helenenberg verantwortlich. Thieltges: „Sowohl bei der Fallschirmsprungausbildung als auch im Camp ergeben sich aus den entsprechenden Aufgaben und Anforderungen natürliche Sachzwänge. Sie verdeutlichen, dass die notwendige Zusammenarbeit auch Spaß bereiten kann.“

Es sind lange Tage für die Jugendlichen. Ausbildungsleiter Oliver Soler verlangt alles von ihnen ab. Denn neben den Landeübungen auf einer Sprungmatte, der Einweisung in den Umgang mit den Gurten am Fallschirm müssen sie selbst kochen, spülen und aufräumen. Danach gilt es, theoretisches Wissen zu pauken.

Wer das Abenteuer erleben darf, entscheidet das Jugendhilfezentrum. Betreuerin Carmen Heck und der Pädagogische Leiter der Einrichtung, Carsten Lang, sind froh über diese Möglichkeit. Lang: „Für die jungen Leute ist es eine existentielle Erfahrung, die sie hierbei machen.“ Der 17-jährige David Linsner ist einer der Teilnehmer: „Ich habe hier tolle Erfahrungen gesammelt.“ Betreuerin Heck spricht von einer Grenzerfahrung für die jungen Leute, die später auch im pädagogischen Alltag umgesetzt werden kann.

Am Samstagnachmittag herrscht starker Wind. Der Start der Maschine muss verschoben werden. Die jungen Leute haben daher genügend Zeit, eine anderen Gruppe bei den Sprungvorbereitungen zu beobachten. Am Abend ist es dann soweit: Der Wind hat nachgelassen. Die Cessna erhebt sich vom Boden. Spannung liegt in der Luft. In einer Höhe von 1 200 Metern springt die erste Gruppe der jungen Menschen aus der Maschine.

Extra
Für die Neuauflage in 2010 werden wieder Sponsoren gesucht. Durch den Kurs entstehen dem Club rund 2 000 Euro an Kosten. Die Jugendlichen finanzieren mit einem Teil ihres Taschengeldes die tägliche Verpflegung.

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