Immer auf dem Sprung
TV-Bericht vom 16.12.2007
Hut ab und Respekt für den rüstigen Trierer Herbert Schneider: Mit 84 Jahren ist er immer noch aktiver Fallschirmspringer. Erst im kommenden Jahr will das Gründungsmitglied des Fallschirmsportclubs Trier aufhören .
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Föhren. (dis) "Während andere Mitmenschen in diesem Alter auf Gehhilfen oder Stöcke angewiesen sind, springt Herbert Schneider immer noch mit seinem Fallschirm aus luftiger Höhe", sagt der Vorsitzende des Fallschirmsportclubs Trier, Reimund Thieltges. "Vor sechs Wochen habe ich noch einen Sprung aus einem 20-sitzigen Flugzeug gemacht", bestätigt Herbert Schneider. Für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr plant er, im sonnigen Gran Canaria zu springen.
Herbert Schneider gehört
zu den Männern, die vor dreißig Jahren erstmals über dem Flugplatz in Föhren
absprangen. Vorsitzender Reimund Thieltges hatte sie zu einem
Fallschirmspringer-Veteranentreffen in den Fliegerclub "Casino" auf dem
Flugplatz Föhren eingeladen. Ein freudiges Ereignis für die Springerkollegen,
die sich gern an "alte Zeiten" erinnern und dies gegenseitig durch
Zeitungsausschnitte, Sprungbücher und Fotos belegen. In puncto Anzahl der
insgesamt von der Gruppe absolvierten Sprünge gehen die Meinungen leicht
auseinander.
Premiere am 5. Dezember 1977
Da aber Herbert
Schneider allein schon fast 3 000 Sprünge nachweisen kann, liegt die Gesamtzahl
weit über 10 000. Die Freunde erinnern sich: Der heutige Fallschirmsportclub
Trier wurde noch auf dem alten Flugplatz in Trier-Euren gegründet. Wolf-Dieter
Hädicke war der erste Fallschirmsprunglehrer und Dieter Pentzek der Fachmann
fürs Bodentraining. Der Verein kaufte zwei Fallschirmsysteme (Rundkappen) und
rüstete eine Cessna 172 "Reims Rocket" zur Absetzmaschine um. "Ein genehmigtes
Sprunggelände gab es zu dieser Zeit in Euren noch nicht", sagt Thieltges.
Deshalb frönten die Mitglieder ihrem Sport vorerst in Saarlouis, Breitscheid,
Ailertchen und Mendig. Mit dem Umzug des Flugplatzes Trier nach Föhren konnte
dort auch erstmals die Genehmigung zur Betriebsart "Fallschirmspringen" erworben
werden. So "hingen" am 5. Dezember 1977 erstmals Fallschirmspringer am Himmel
über Föhren.
Inzwischen ist der Club
bei diversen Veranstaltungen durch Demosprünge erfolgreich aufgetreten und hat
für den Fallschirmsport geworben. Im Gegensatz zu den rein kommerziellen
Sprungplätzen habe in Föhren das Vereinsleben und das soziale Miteinander einen
hohen Stellenwert.
