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Lehrreiche Grenzerfahrung in 1200 Metern Höhe

TV-Bericht vom 19.07.2008

Sechs Jugendlichen aus dem Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenberg verhalf der Fallschirmsportclub Trier e.V. im vergangenen Jahr zu einem Anfängerkurs, den sie jeweils mit zwei Absprüngen über dem Flugplatz Föhren abschlossen. Das Projekt soll im September wiederholt werden.


Helenenberg Gruppe

Letztes Briefing vor dem großen Sprung. Insgesamt durften sechs Jugendliche des Jugendhilfezentrums Don Bosco Helenenberg beim Fallschirmsportclub Trier ihren ersten Sprung absolvieren. Foto: Privat

 

 

Trier/Welschbillig. (f.k.) Der nächste Springerkursus mit sechs Jugendlichen ist vom 18. bis 21. September auf dem Flugplatz Föhren geplant. Ziel ist es, bei den Aspiranten, die aus sozialen Brennpunkten stammen, das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Ein sportlicher Pädagoge vom Helenenberg wird die Fördermaßnahme begleiten und sich selbst auf seinen ersten Absprung vorbereiten. Dies soll die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren ermutigen und anspornen. Dazu Carsten Lang, pädagogischer Leiter des Jugendzentrums: "Es geht darum, den Jugendlichen durch Grenzerfahrungen Wissen, Fähigkeiten und Werte zu vermitteln, die in den Alltag übertragbar sind." Es sei bezeichnend, dass fünf von sechs Teilnehmern des ersten Kurses noch immer am Helenenberg seien, um dort weiter an ihrem Hauptschulabschluss und ihrer Berufsausbildung zu arbeiten. Langs Dank gilt den Trierer Fallschirmspringern.

Geregeltes Zusammenleben im Trainingscamp

"Wir machen ja schon viel mit unseren Jugendlichen. Aber das könnten wir denen ohne den Club nicht bieten." Was an den vier Tagen im September geschieht, erklären Club-Vorsitzender Reimund Thieltges und Fallschirmlehrer Stephan Rumpel: Der Kursus laufe im Rahmen eines Trainingscamps auf dem Flugplatz Föhren.

Sowohl die Ausbildung als auch das geregelte Zusammenleben im Camp erzeugten Sachzwänge, die gemeinsam zu bewältigen sein werden. So sei den Jugendlichen vor Augen geführt, dass eine Zusammenarbeit notwendig ist - dies aber auch Spaß machen könne. Den Abschluss bilden zwei Lenkfallschirm-Absprünge aus 1200 Metern Höhe. Die Gesamtkosten des Kurses betragen rund 2000 Euro. Vorsitzender Thieltges dankt der Volkbank Trier für ihre beachtliche Unterstützung. Er würde sich aber auch über weitere Sponsoren freuen.

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