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Man muss ja nicht immer normal sein

Trier Extra Okt 2007

Woche für Woche stürzen sich die Fallschirmspringer vom Fallschirmsportclub Trier aus Flugzeugen in die Tiefe und haben einen enormen Spaß dabei.

Nein, verrückt sind ie Fallschirmspringer aus Trier-Föhren sicherlich nicht. Es sind ganz normale Familienväter mit normalen Berufen, die einer besonderen Sportart nachgehen. Fallschirmspringen ist ein Sport voller Dynamik, Faszination und einem besonderen Freiheitsgefühl. Nur wer selbst mal einen Sprung aus 4000 Metern Höhe wagt, weiß was es bedeutet.

Wer denkt, das Springer einfach aus dem Flugzeug stürzen und einige Minuten später nur die Tandem im FreifallReißleine ziehen, der täuscht sich. Fallschirmspringer müssen eine anspruchsvolle Ausbildung mit Prüfung absolvieren, erst dann dürfen sie den Freifall genießen. Auch die Disziplinen können kaum unterschiederlicher sein. Beim Zielspringen kommt es auf eine Punktlandung an, beim Stilspringen oder Freestyle kommt es dagegen auf Figuren während des Fluges an. Jährlich weden bei den Deutschen Meisterschaften die Meister ihre Klasse ermittelt, auch Weltmeisterschaften finden regelmäßig statt. In Deutschland gibt es knapp 6000 organisierte Springer. Höchster Wert wir auf die Sicherheit gelegt, regelmäßige Übungen sind vorgeschrieben und auch die Ausrüstung wird überprüft und mit einer Art "TÜV-Siegel" versehen. Daneben gibt es mehere Sicherheitseinrichtungen, zum Beispiel ein Gerät, das ab einer bestimmten Höhe den Fallschirm automatisch auslöst, zusätzlich ist jeder mit einem Reserveschirm ausgestattet.

Nicht ganz billig ist der Sport allerdings, eine Ausrüstung kostet knapp 5000 Euro, dazu kommen noch Kursgebühren und die Gebühr für den Flugzeugtransfer. Doch all das ist vergessen, wenn man im Freifall der Erde entgegen rauscht.

Bei einem Besuch am Flugplatz Trier-Föhren kommt man schnell in Gespräch mit den Springern, die dann ihre Geschichten erzählen. Keine Märchengeschichten, sondern reale Erlebnisse. Jeder Springer hat ein Sprungbuch, in dem alle Sprünge verzeichnet werden. Eine entsprechende Kulisse und die Springer nehmen einige Strapazen auf sich. Ob in Amerika, Russland, voneinem Heißluftballon oder einem Windrad, wen das Fieber gepackt hat, der schreckt so schnell vor nichts zurück. Auch Klaus Weese und den Vereinsvorsitzenden Reimund Thieltges hat das Fieber vor mehreren Jahren gepackt, seitdem springen sie regelmäßig. Die Sasion geht grundsätzlich das ganze Jahr über, im Winter wird aber in der Regel nicht gesprungen, bei Minustemperaturen vergeht einem schnell die Freude. Wer sich das vor Ort näher mit der Sportart befassen möchte oder auch nur einmal zuschauen möchte, der sollte das dritte Oktoberwochende zum Besuch nutzen. Anmeldungen und weitere Informationen rund um das Fallschirmspringen gibt es auch unter www.fallschirmsporttrier.de.

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